Die Arbeit, die man mit einem Buch hat, endet nicht, wenn es druckfrisch auf den eigenen Schreibtisch liegt. Jeder, der wie ich selber angepackt hat, um seine Geschichte öffentlich zugänglich zu machen, wir das bestätigen.

Denn nur, weil es im Internet zu kaufen ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch gekauft wird – wie auch? Außer engen Freunden und Bekannten weiß ja niemand von seiner Existenz!

Um dies zu ändern gibt es viele Wege. Aber sie haben eins gemeinsam: Man muss Leute dazu bringen, über das eigene Buch zu sprechen.

Beliebt sind hierfür Rezensionen in Buchblogs. Um Blogger auf das Werk aufmerksam zu machen, kann man den üblichen Weg wählen und einfach  Einzelne von ihnen anschreiben. Es gibt aber noch einen anderen Weg: Plattformen wie Rezi-suche.

Ich habe bevor ich mein Buch veröffentlichte ziemlich viel Zeit damit verbracht, im Internet nach Blogs zu suchen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie sich vom Grundton her mit dem meiner Geschichte vertrugen, um später, nach dem Erscheinen einige von ihnen kontaktieren zu können. Das stellte sich als langwierige und wenig ertragreiche Arbeit heraus, da ich zwar eine handvoll Blogs fand, diese aber dann im Laufe der Zeit aber immer und immer seltener zu uploaden schienen und ich mir Sorgen machen musste, dass diese vermutlich gar keine Kapazitäten für mein Buch haben würden, sofern sie überhaupt Interesse hätten.

Um das ganze also etwas einfacher zu gestalten, habe ich mir dann die Website „rezi-suche“ angesehen. Das Grundprinzip ist folgendermaßen: Blogger, die sich anmelden wollen, erstellen einen Eintrag zu ihrem Blog, mit bevorzugte Genres, der Zeit, die zum Lesen und Rezensieren benötigt wird und einem Link zu ihrer eigenen Seite, und Autoren erstellen Einträge zu ihren Büchern, mit Buchbeschreibungen, Informationen darüber, was für Rezensionsexemplare ausgegeben werden und ähnlichem. 

Als Autor kann ich nun, nachdem ich mich angemeldet habe, ganz einfach durch die Liste der Blogs scrollen, kann gezielt nach den einzelnen Themenbereichen suchen und anhand der angegebenen Informationen einschätzen, ob mein Buch und der Blog zusammen passen oder im Zweifel auch einen Blick auf die Seite selber werfen. Wenn ich möchte, kann ich den Blogger dann auch direkt über die Seite kontaktieren.

Andersherum können die Blogger genauso verfahren, sie können sich die Liste der Bücher ansehen und dann auch die Autoren direkt um ein Rezensionsexemplar bitten.

Der Vorteil liegt natürlich  offensichtlich darin, dass Blogger, die sich auf so einer Seite listen, grundsätzlich auch wirklich Interesse an den Rezensionsexemplaren haben, und der Austausch um einiges erleichtert wird.

Ich benutze Rezi-suche jetzt seit ein paar Wochen, und ich muss sagen, dass meine Erfahrungen bis jetzt positiv waren. Die Blogger, die ich anschrieb, antworteten zumeist schnell und zeigten auch überwiegend Interesse, in den Konversationen herrschte ein höflicher und freundlicher Tonfall.

Einmal wurde sogar ich selbst von einer Bloggerin angeschrieben, weil sie das Buch auf der Seite entdeckt hatte.

Ich kann allen, die versuchen, mit ihrem Buch einen etwas größeren Kreis zu erreichen, auf jeden Fall empfehlen, sich die Seite zumindest einmal anzusehen, besonders wenn man wenig Erfahrung darin hat, aktiv auf andere zu zugehen und ihnen sein Buch anzubieten oder noch neu in der „Branche“ ist.

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