Frauke Mählmann

Autorenblog

Monat: Januar 2020

Was sich bei mir auf dem SuB so angesammelt hat

Vor lauter Schreiben kann man schon mal das Lesen vergessen. Für das Kaufen von Büchern findet sich trotzdem immer Gelegenheit. Keine gute Mischung, denn bei mir hat sich mittlerweile ein Stapel von ungelesenen Büchern (SuB) angesammelt, den ich dringend abtragen müsste. Aber erstmal muss ich mir mal wieder einen Überblick verschaffen. Und da ich sowieso noch einen Blogbeitrag für diese Woche brauche, nehme ich euch einfach mal mit, auf Safari durch mein Bücherregal.

 

Falsche Hoffnung

„Ich habe meinen SuB fast abgetragen!“, dachte ich im letzten Sommer, „Ich kann endlich wieder ein paar Neue kaufen!“ Fröhlich vor mich her pfeifend schob ich diese drei in meinen Einkaufswagen mit der Erwartung, spätestens in einem Monat mit dem Ersten von ihnen beginnen zu können. Ich habe mich auf ein wenig Abwechslung gefreut (Einen Krimi hatte ich lange nicht mehr gelesen). Stattdessen gehören die drei momentan zur stummen Innendekoration. Manchmal ist mein Optimismus einfach ein Schuss in den Ofen.

 

Auf dem Büchermarkt entdeckt

Um all diejenigen von euch zu beruhigen, die sich stirnrunzelnd fragen, wieso ich denn nach Kauf besagter drei Bücher noch zum Büchermarkt geschlendert bin: Ich hatte rein berufliche Gründe. Also irgendwie, jedenfalls. Der Verein, der meine Einsatzstelle betreibt, veranstaltet mehrmals im Jahr Büchermärkte in der Stadt. Gespendete Bücher, die bei uns abgegeben werden, werden auf einem Basar gegen Geldspenden wieder abgegeben. Ihr werdet euch vielleicht noch an die Bücherkisten erinnern, die mir aus genau diesem Grund untergekommen waren. Klar, das ich mir das zumindest einmal anschauen musste – und ohne Buch konnte ich dann natürlich auch nicht weg.

 

Kaufrausch in Frankfurt

Na, wer erinnert sich noch an diese Schmuckstücke? Ich habe sie in meinem Beitrag zur Frankfurter Buchmesse schon einmal gezeigt, denn da kommen sie her. Nachdem ich eigentlich mit der Erwartung angereist war, wie im vorherigen Jahr wenig zu kaufen, gab es schlussendlich einfach zu viele schöne Bücher im Angebot. Die Tasche auf dem Rückweg war schwer, aber das ästhetische Regalbrett war es wert.

 

Unerwartetes Geschenk

Ich meine, wer sagt schon Nein, wenn einem ein Buch beinahe aufgedrängt wird? Ich habe ehrlich versucht, meine Leseproblematik zu erklären, aber der Vorbesitzer dieses Exemplars fand es sehr wichtig, dass ich das Buch irgendwann einmal lese. Irgendwann werde ich das wohl auch. Aber Irgendwann dauert noch.

 

Noch mehr Geschenke

Ich denke, ich kann von Glück sagen, dass meine guten Freunde sich in diesem Jahr etwas mit den Büchern zurückgehalten haben. Trotzdem sind ein paar Neuzugänge eingetrudelt, die eine Erwähnung wert sind. Ich freue mich auf jeden fall darauf, mich genauer mit ihnen zu beschäftigen. Vielleicht schaffe ich es bis zum nächsten Geburtstag ja? 🙂

 

Die allerneusten Neuzugänge

Zu Meiner Verteidigung: Was soll man schon machen, wenn man einen Thalia-Gutschein zum Geburtstag bekommt? Dass man ein Buch kaufen geht, ist ja wohl klar. Und dass ich dabei über noch ein zweites stolpern würde, dass ich auch unbedingt haben wollen würde, konnte ich ja nun wirklich nicht ahnen. Wie dem auch sei: Diese beiden sind so neu, dass sie noch nicht einmal ins Regal eingeräumt wurden. Ein weiterer Punkt auf der To-Do List. Ich mache mich dann mal an die Arbeit.

Ich muss sagen, mein SuB ist nicht ganz so groß, wie ich vor dem Verfassen dieses Beitrags befürchtet hatte. Wenn ich erstmal mit meinem aktuellen Buch durch bin, sollte ich ihn schnell abtragen können. Wie sieht es bei euch aus? Gähnende Leere oder ein SuB, der nicht mehr zu retten ist? Ich würde mir stark für euch wünschen, dass es keins von beidem ist. 

Ich mach mich dann mal ans Lesen. Eine schöne Woche noch!

Poetische Lückenfüller #8

Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Abstecher in die Welt der Poesie. Ich habe dafür mal etwas Älteres wieder entdeckt.

 

Gefunden: In meinem Schulkalender aus der elften Klasse

Mutmaßlich entstanden: Während des Lateinunterrichts. 

Viel Spaß damit.

 

Asynthetisches Gejammer,

trikolonisch aufgereiht,

das mit paradoxem Hammer 

das Asyndeton befreit.

Zweifelnde Rethorikfragen

kreisen sie so angstvoll ein,

wie viel kann Ellipse tragen

und muss das nicht ein Klimax sein?

Wortverstecke in Chiasmen,

ironisch, dass es so beginnt:

Metaphern, die um Gnade flehen,

bedecke deine Ohren, Kind!

Träume weiter deine Welt,

bevor das Heer dort Einzug hält.

 

Eine schöne Woche euch noch!

 

(Den letzten poetischen Lückenfüller findet ihr übrigens hier. Ich weiß, ich weiß, es ist schon eine Weile her 😉 )

 

Vorsätze für 2020 – was ich besser machen kann

Für mich ist Schreiben vor allem eins: Ein nie endender Lernprozess. Es gibt immer irgendwelche Dinge, bei denen mir Fehler auffallen, oder Ecken und Kanten, an denen ich polieren muss. Immer wieder muss überprüft werden, ob meine Arbeit die Wirkung erzielt, die sie soll, und ich muss mir dann überlegen, wie ich nachbessere. Ich mache mir im Grunde Vorsätze. Vorsätze zum besseren Schreiben. Und was könnte eine bessere Zeit dafür sein, als Neujahr? Also, werfen wir zusammen einen Blick auf all die Dinge, bei denen ich 2020 nachbessern möchte.

Schreiben

Das Schreiben ist meine ewige Hauptbaustelle. Besonders in diesem Jahr, in dem ich beinahe nur überarbeitet habe, sind mir wieder einige Dinge aufgefallen, an denen ich arbeiten kann – und sollte.

So verwende ich zum Beispiel oft viel zu lange, verschachtelte Sätze. Sogar hier, in meinen Blogbeiträgen. Ist es euch aufgefallen? Mir schon. Und dem kleinen Plugin, dass mich anmeckert, wenn ich „nicht leserfreundlich genug“ schreibe, auch. Ich finde das ein bisschen bedenklich, weil „Die Insel der drei Völker“ vorrangig für jüngere Jugendliche (12 bis 14 oder so) ausgelegt ist. In der Zielgruppe tummeln sich vermutlich nicht allzu viele Freunde von Schachtelsätzen. Ich muss mich also selbst ein bisschen am Riemen reißen und lernen das, was ich sagen will, auch mit kürzeren Sätzen zu formulieren.

Wisst ihr, was einer Geschichte richtig Leben einhauchen kann? Gute Hintergrundcharaktere. Geht ruhig selbst nochmal die Liste mit euren Lieblingsfiguren aus Büchern, Filmen und Serien durch: Es sind auch einige Personen aus dem Hintergrund dabei, oder? Wenn es einem Autor gelingt, interessante Hintergrundcharaktere zu schreiben und wohl dosiert in seine Welt einzufügen, bereichert er die Geschichte nicht nur unheimlich, er lässt sie auch viel realer werden. Der Leser blickt nicht nur durch ein schmales Fenster auf die Handlung des Protagonisten, sondern bekommt ein viel breiteres Bild zu Gesicht. Ich finde, ich habe meine Nebencharaktere bisher sträflich vernachlässigt. Zeit, das zu ändern.

Nachbearbeitung

Fast nichts ärgert mich mehr als Rechtschreibfehler in meinem Buch. Leider gibt es davon immer noch viel zu viele. Vor der nächsten Veröffentlichung muss ich definitiv mehr auf Fehlerjagd gehen – noch mehr als bei diesen Mal, obwohl ich da schon dachte, ich hätte getan, was ich konnte.

Kennt ihr das, wenn ihr eine Passage aus eurer Geschichte lest und einfach überhaupt keine Ahnung mehr habt, ob man da jetzt noch etwas umschreiben müsste oder nicht? „Projektblind“, nenne ich das. Ich kann nicht mehr einschätzen, ob der Text die Dinge verständlich macht, die ich meinen Lesern mitteilen möchte. Eine Zweitmeinung wäre ganz gut, um zu wissen, wo ich weiterfeilen müsste. Ich habe mir vorgenommen, mich in diesem Jahr zumindest ein bisschen mehr über Testleser zu informieren, da ich bis her noch überhaupt keine Berührungspunkte damit hatte.

Social Media und Blogg

Ja, auch diese beiden Dinge gehören zu meinen Schreibvorsätzen. Immerhin ist der größte Nemesis der Selfpublisher die Unsichtbarkeit.

Schon in den letzten Monaten habe ich versucht, die Qualität meiner Blogbeiträge zu steigern. Mehr Texte mit Aussage, mehr Mühe beim Schreiben, mehr Abwechslung. Ich habe mehr Bilder eingefügt und ein paar neue Dinge ausprobiert ( Meine Videolesung zum Beispiel! Anschauen auf eigene Gefahr, Filmen übe ich noch 😉 ). Ich möchte meine Beiträge nicht einfach so hinklatschen nach dem Motto „liest doch sowieso keiner“, auch wenn das ein Gedanke ist, den man nur schwer abschütteln kann. Alle Bereiche meiner Arbeit sollen so gemacht sein, dass ich sie gerne vorzeige. Das ist zumindest das Ziel, und das soll auch in 2020 weiterverfolgt werden. Noch sind wir nicht ganz da.

Parallel zur Qualität müsste ich auch ein Auge auf die Regelmäßigkeit meines Blogs werfen. Viel zu oft geht ein Beitrag freitags online – genau einen Tag, bevor der nächste fällig ist. Das sollte sich ändern.

Aber das ist nicht das einzige. Seit Sommer diesen Jahres habe ich einen Twitteraccount – aber ich habe es noch nicht geschafft, diese Seite hier vernünftig zu verlinken. Ich habe es tatsächlich ganz am Anfang versucht, aber kurz darauf gab es ein Problem mit meinem Account. Ich bin mir nicht ganz sicher, was das besagte Problem auslöste, aber das Letzte, was ich vorher getan hatte, war, den Link hinzuzufügen. Seitdem habe ich mich nicht mehr getraut, einen zweiten Anlauf zu wagen, aber dieses Jahr muss ich mich da unbedingt dransetzten. 

Eine Freundin von mir, die auch selbst schreibt, sitzt mir seit Monaten damit im Nacken, dass ich doch gefälligst meine Social Media Präsenz ausbauen solle. Wie soll denn schließlich jemand mein Buch kaufen, wenn niemand mein Buch sieht? Sie hat nicht ganz unrecht. Das ist allerdings nicht unbedingt ein Vorsatz für 2020 sondern mehr ein Vorsatz für „ein paar Monate, bevor das nächste Buch rauskommt“. Wie lange es damit noch dauert weiß ich leider noch nicht.

Soviel zu meinen „Vorsätzen“, die eigentlich nur eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen an mich selbst sind. Wie sieht es bei euch aus? Wollt ihr 2020 an eurer Schreibroutine arbeiten? Mehr lesen? Oder irgendetwas ganz anderes?

Was auch immer es ist, viel Erfolg damit und eine schöne Woche!  

Die #mybookchallenge auf Twitter

Von Zeit zu Zeit sollte ich mich auch mal den Dingen zuwenden, die sich aktuell so durch (meine) Autorenwelt drehen. Im letzten Monat bin ich zum Beispiel auf Twitter vermehrt über die „#mybookchallenge“ gestolpert. Also, wieso nicht einen Beitrag daraus machen?

Die Challenge wurde Ende November vom Marketingteam des „Print on demand“ Anbieters BoD (kurz für „Books on demand“) auf Twitter und Instagram ins Leben gerufen. An jedem Tag im Dezember gab es eine kleine Frage oder auch eine Aufgabe. Der Sinn dahinter war, das Autoren sich selbst und ihre Arbeiten ein wenig vorstellen konnten.

Nun, ich bin eine Autorin. Und da ich selbst auch mein Buch mit der Hilfe von BoD veröffentlicht habe, dachte ich mir, ich probiere die ganze Sache mal aus. Ich bin an sich kein großer Fan von Challenges wie dieser. So gerne ich über mich selbst rede, irgendwann fängt es an, zu nerven. Schließlich muss jeden Tag muss ein neuer Tweet zu einem vorgegebenen Thema verfasst werden, das klang anstrengend für mich. Mit ein paar Ausnahmen habe ich den Monat aber dann doch ganz gut durchgehalten.

Gut gemachte Beiträge

Viele der Teilnehmer dieser Challenge haben sich wirklich viel Mühe mit ihren Antworten gegeben. Es gab lange Threads, die sich ausführlich mit dem jeweiligen Tagesthema beschäftigt haben, ein oder zwei Mal habe ich, meine ich, sogar einen Link zu Blogbeiträgen oder Ähnlichem gesehen. So viel Mühe habe ich mir nicht gemacht, aber ich fand auch viele der kreativen, kurzen und eher etwas humoristischen Antworten vieler anderen sehr schön. 

Aus vielen der Fragen und Themen konnte man aber auch gut Etwas machen. Hin und wieder gab es sogar die Aufforderung, kleine Szenen mit den eigenen Charakteren in einem bestimmten Setting zu verfassen, oder etwas über deren Vorlieben zu erzählen. Das hat mich wirklich noch einmal mehr zum Nachdenken über die eigene Geschichte gebracht hat: Ich hatte vorher noch nie Überlegungen darüber angestellt, was für Musik Kira wohl hört, wenn sie nicht gerade vor Meeresfröschen davonrennt. Es bot also nicht nur die Möglichkeit, mehr über die Arbeit von anderen zu erfahren, sondern auch über die eigene.

Schwierige Fragen und Aufgaben

Eben diese Aufgaben konnten mitunter aber auch schwierig werden. Gerade, wenn man, wie ich, ein Fantasybuch schreibt, das überhaupt nicht in dieser Welt spielt, musste man bei einigen Fragen, die ganz klar mit unserer heutigen Gesellschaft zusammenhingen, ein wenig kreativer werden. Beispiele für solche Situationen sind zum Beispiel Szenen mit Konzerten als Setting oder die Frage nach der Lieblingsserie des Protagonisten. Ich hatte das Glück, dass meine kleine Heldengruppe durch das Menschenmädchen Kira bereichert wird, die selbstverständlich mit all diesen Dingen etwas anzufangen weiß, aber jemand mit einem reinen High-Fantasy Manuskript? Oder einem historischem Roman? Ich könnte mir vorstellen, dass es für diese Leute zwischenzeitlich echt kompliziert war, zu antworten.

Eine andere Sache, die ich ein bisschen problematisch fand, waren Aufgaben, bei denen man Dinge aus seinem aktuellen Manuskript teilen sollte. Mein aktuelles Manuskript ist eine Fortsetzung, weswegen ich das, was darin passiert, eher unter Verschluss halte. Ich versuche schließlich immer noch, das erste Buch unter die Leute zu bringen, da möchte ich ungern schon Dinge verraten, die sich während der Handlung entwickeln. Wo meine Charaktere am Anfang des zweiten Buches stehen, lässt immerhin schon Rückschlüsse auf den Ausgang des ersten zu. An solchen Tagen habe ich dann einfach die Challenge ausgesetzt.

Mir ist auch an mir selbst aufgefallen, dass ich im Verlauf des Monats fast nur Dinge getwittert habe, die mit der Challenge zusammenhingen. So wurde das Ganze auf meiner Seite leider ein bisschen eintönig, aber das ist meine eigene Baustelle.

Im Allgemeinen mochte ich die Idee, sowie die Fragen und Aufgaben. Es war auch echt schön, dass das Marketingteam von BoD selbst an der Challenge teilgenommen und auf Beiträge reagiert hat. Ich bereue es ein bisschen, dass ich nicht mehr Zeit dazu hatte, mich ausführlich mit den Antworten anderer Autoren zu befassen, aber ich hatte einfach viel um die Ohren.

Eine schöne Woche und einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen!

 

P.S.: Wenn euch meine Beiträge zur #mybookchallenge interessieren, könnt ihr sie auf meinem Twitteraccount finden.

© 2020 Frauke Mählmann

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