Immer wieder passiert es mir: Das Schreiben geht flüssig von der Hand, alles scheint sich so zu entwickeln, wie es soll, aber dann, ganz plötzlich, bleibe ich stecken, als hätte sich mitten in meinen ach so tollen Überlegungen ein Loch mit Treibsand aufgetan. Ein kleines Detail in der Geschichte, dem ich vorher keine Beachtung geschenkt habe, stellt sich quer und sorgt für Logikfehler, oder ich hatte das ganze Szenario doch nur sehr vage in meinem Kopf ausgestaltet, grob skizziert gewissermaßen, so dass ich jetzt, wo ich es schreiben soll, gar nicht so richtig weiß, was damit anzufangen ist. Solche Situationen sind ärgerlich und halten mich oft auf, darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass die Qualität des Endproduktes darunter leidet.

 Ich habe mir deswegen schon vor einiger Zeit vorgenommen, mehr Energie in meine Vorarbeit zu stecken (genau genommen ist das schon ein Jahr her… nach zu lesen hier) und, was soll ich sagen – ich habe mich jetzt endlich hingesetzt und angefangen, ein System auszutüfteln, von dem ich hoffe, dass es mir hilft, den Überblick zu behalten. Es ist erstmal nur ein kleiner Versuch an meinem Lieblings-Schreiblabor: Meinen Wattpadgeschichten, die in letzter Zeit wirklich unverhältnismäßig oft Erwähnung hier im Blog finden. Und da ich ja immer auch nach Themen für diese Seite suche dachte ich mir, ich lasse euch ein wenig daran teilhaben, wie sich diese neue Methode so für mich entwickelt und ob sie mir weiter hilft.

Grundsätzlich habe ich bereits angefangen, ein kleines System von Zeitstrahlen zu zeichnen: Einen für jeden Handlungsstrang, in verschiedenen Farben, um einen Überblick darüber zu haben, wie die verschiedenen Punkte miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig bedingen. Ungefähr so:  

Danach plane ich, einen möglichst detaillierten Kapitelplan zu erstellen, in dem ich festlege, was genau in welchem Kapitel passieren soll. Damit hätte ich dann von vornherein ein Grundgerüst stehen und müsste es nur noch mit dem tatsächlichen Text verkleiden. Die Idee dabei ist, dass ich keine Zeit mehr darauf verwenden muss zu überlegen, wie ich von A nach B komme, sondern mehr Energie in das tatsächliche Schreiben stecken kann.

Ist das realistisch?

Ich weiß es noch nicht. Aber dafür sind wir ja schließlich hier, oder nicht? Zum ausprobieren!

Ich melde mich mit diesem Thema zurück, sobald ich ein bisschen damit gearbeitet habe!

Bis dahin, einen schönen Tag!

 

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